Eine alte Liebesgeschichte

In der ganzen Welt und zu allen Zeiten wird das Cymbalom von den Zigeunern gespielt. Viele alte Zeichnungen, Photos und neue Erfassungen zeugen davon. Von einem Zigeuner gespielt führt das Cimbalom sofort zärtlich in ein Leidenschaftsuniversum: Das Hertz von dem Zigeuner Cimbalomspieler klopft unter seinen Fingern. Das Cimbalom vibriert an seinem liebvollen Antasten.

Es ist wahrscheinlich nicht durch Zufall, daß Josef Vencel SCHUNDA, der bekannteste Verfasser des Cimbalom, einen zu seiner Zeit sehr bekannten Zigeuner Cimbalist, Pal PINTER, gewählt hat um sein Instrument offiziell vorzustellen.

Die Zigeunermusiker haben Ferenc LISZT, Jacques OFFENBACH, Léo DELIBES, Claude DEBUSSY, Erik SATIE, Maurice RAVEL, Jules MASSENET, Yehudi MENUHIN, Pablo CASALS… und noch viele sehr begeistert. Doch es gibt Andere die den Zigeunern keinen eigenen musikalischen Beitrag anerkennen, die überzeugt sind dass sie falsch spielen und dass man sie nur missachten kann. Die Mehrzahl der Komponisten -welsche nicht von Zigeunerabstammung sind- sucht sehr oft ihre Inspiration in der Volksmusik, um davon etwas zu machen, die ihnen ganz eigen wird. Zum Beispiel haben die, von BRAHMS für Klavier geschrieben "Volkslieder" nichts mehr mit dem Grund Material Bauernmusik zu tun, welchen jedoch BRAHMS gedient hat, und sie werden ihm als persönlich anerkannt. Die Zigeuner Musiker und Komponisten aber werden von Ihren Verleumdern diffamiert wenn sie auf gleicher Art und Weise hervorragende Variationen praktizieren auf Thema welche sie auf ihren Reisen gepflückt haben.

In seiner zarten Kindheit hörte LISZT mit Glück Dorfzigeuner Musik. Später hat er an Konzerten von Zigeuner Virtuosen teilgenommen. Insbesondere hat er manche von dem berühmten Cimbalist, Simon BANYAK, miterlebt. Kaiserin Marie- Therese, Ehefrau von Franz der Erste von Österreich, hat diesem Zigeuner Cimbalist, ein Instrument, völlig aus Kristall, geschenkt. Völlig bezaubert durch die Zigeuner Spielart, wollte LISZT die Farben und die Virtuosität der Zigeuner in seinen Werken einsetzen. Er komponierte sie in ihrem Improvisation Styl. Er schrieb: "Es ist die Geige und das Zimbala (Cimbalom), die das Hauptinteressen der Zigeuner Orchester darstellen. Der Rest der Instrumente, dient nur die Harmonie zu verdoppeln, den Rhythmus zu unterstützen und die Begleitung zu bilden.»

In 1859 hat LISZT in Frankreich durch Bourdillat - Verlags - Buchhandel „die Zigeuner und Ihre Musik“ veröffentlicht. Dieses Schriftstück von LISZT enthüllt seine unermessliche Achtung für die Zigeunermusiker. Es bestätigt ebenfalls, daß LISZT sich gut auf der musikalischen Geschichte Ungarns dokumentiert hat. LISZT verzichtet nicht, die Schwächen mitzuteilen, die er bei einigen Zigeunern hervorgehoben hat. Zum Beispiel Seite 177 schrieb er: "Bei den Zigeuner aus Ungarn haben wir keine Spur einer würdigen Stimmmusik, festgestellt." Aber, da er wagte, die Zigeunermusiker nicht nur als Interpreten zu erwägen, sondern auch als Schöpfern fehlt LISZT nicht an Gegner: Béla BARTOK , Zoltan KODALY und viele Musikwissenschaftler insbesondere in den Jahren 1970.

Man kann sich eine persönliche Meinung machen, indem man zum Beispiel den Web Standort BALVAL befragt

DIn seinem Buch "die ungarischen Zigeuner", welches in „Editions Actes Sud“ im Jahre 2001 erschienen ist, bewundert der Ethnologe und Forscher am CNRS sowie auch Journalist der Zeitschrift « Zigeunerstudien », Patrick WILLIAMS, die Genauigkeit der Beurteilungen von LISZT.

Wenn man ein wenig die Zigeuner kennt, ihre unterschiedlichen geographischen und historischen Wandlungen, kann man nur feststellen, daß LISZT eine klare Wahrnehmung all ihrer Stämme hatte, und mit großem Wissen die Musik von einer und der anderen unterscheidet. Es scheint Logisch, daß man die musikalischen Praktiken der Zigeuner nicht auf dieselbe Art und Weise schätzen kann. Bei den Zigeuner Sklaven oder Nachkommen von Sklaven gibt eine große Differenz zwischen, welche unter den härtesten Zwangsarbeiten litten (an Pflügen wie Tiere angespannt, mit nackte Oberkörper, Männer und Frauen) und jene, die in anderen Umständen, obwohl als Schlosseigentum oder Klostereigentum, ihrer Kunst am Hof der Prinzen und im Kreis der wesentlichen ausüben konnten und dadurch ein wenig als Menschen akzeptiert wurden. Sandor PETÖFI, Dichter des ungarischen Aufstandes von 1848, dessen Gedichte von Zigeunern in Musik gestellt wurden, kündigte sehnlich die Sklaverei der Zigeuner insbesondere in diesem kurzen Übergang: "Hier ein alter Zigeuner, den man schlägt: man hat im Übrigen eine besondere Holzbank dazu Sklaven oder Nachkommen von Sklaven ". Die nachstehende Kopie ist beredend:

Übersetzung des Textes des obigen Plakats: ZU VERKAUFEN : « Ein erstes Sklaven Anteil in der Stadt von Amiada durch das Ministerium von Meister Elias am 8. Mai 1852. Es betrifft 18 Elemente:10 Männer, 7 Frauen, 3 Kinder "in hervorragendem Zustand".»

LISZT komponierte folgenden Werke mit Cimbalom: ' ' Ungarische Rhapsodie N°3 '' ' ' die Schlacht der Hunnen '', ' ' Symphonisches Gedicht ' ' (1862) ' ' Ungarische Sturmmarsch' ' (1875) > Diese klassischen Werken, sowie andere welche in seinem Zeitalter geschrieben wurden, behalten noch eine Volksfarbe. Die historische Zusammenkunft zwischen einem ungarischen Zigeuner Cimbalom Virtuosen, Aladar RACS und Igor STRAVINSKY führt endlich das Cimbalom in die Moderne Musik.

Eine neue Episode dieser Liebesgeschichte

Begegnung : RACZ - STRAVINSKY

In der Tat sind das Cimbalom und die Zigeuner so innig verbunden, dass es offensichtlich scheint, daß ein Zigeuner Cimbalist sein derzeitiges Schicksal. beeinflusst hat. Der Zigeuner Cimbalist Aladar RACZ ist gewiss am Anfang der glorreichen Anwesenheit des Cimbalom in der Musik, die man bereits schon vielen Dekaden, zeitgenössisch nennt.

Ein Abend von 1915 indem er seinen Zug erwartete hatte der Orchesterchef ANSERMET die Idee ins kleine Maxim-Kabarett von Genf hineinzugehen, indem zu dieser Zeit Aladar spielte. ANSERMET wurde vom Spiel des Zigeuners so ergriffen dass er beschloss, dort Igor STRAVINSKY am nächsten Abend mitzunehmen. Und sie gingen. Kaum darein forderten ANSERMET und STRAVINSKY Aladar RACZ auf, ihnen ein Solo zu spielen. Aladar RACZ antwortete: es wirklich zuviel Lärm im Lokal. Mit der Hilfe des Direktors erhielten sie die Stille, und Aladar RACZ führte sich aus, indem es einen serbischen "Kolo" spielte.

Lassen wir Aladar RACZ die Folge selbst erzählen:

« Dann stürzte sich Ansermet Begleiter vor meinem Cimbalom. Er trug Monokel, eine rote Krawatte, eine grüne Weste und schüttelte sich in seiner engen Jacke. Es war Igor STRAVINSKY. Er kämpfte mit seinem Ärmel, um davon die Manschette herauszubekommen, auf der er die Musik, die er hörte, niederschreiben wollte. Mit der zu großen Sicherheit einem Jugendlichen, maß ich Ihn von den Füssen zum Kopf, indem ich dachte: "Du wirst Niemals was ich spiele schreiben können!» Und wirklich, er hörte bald auf. So machte ich die Stravinsky-Kenntnis. »

Später kauften wir zusammen ein Cimbalom. STRAVINSKY wurde von diesem Instrument wortwörtlich verliebt. Wir reparierten zusammen das Cimbalom, das in schlechtem Zustand war. STRAVINSKY machte selbst den Klebstoff, reinigte des verrosteten Saiten. Er nahm Cimbalom Lektionen bei mir und kurz nach machte er mir die Überraschung mit einer neuen Zusammensetzung, ein Werk für elf Instrumente, „Ragtime

Marta Fabian (cybmalum):

In seinem Ballett „der Fuchs“, hat STRAVINSKI auch dem Cimbalom eine wichtige Rolle gegeben. Ich besitze den Manuskript „Valse“, ein Stück das für Klavier an vier Hände geschrieben wurde, und welches STRAVINSKY für Cimbalom mir umgestellt hat.»

Aladar RACZ:

  • "Waltz" Igor STRAVINSKY (à Eric SATIE)
  • "Polka" Igor STRAVINSKY (à Serge DIAGHILEW)

Die obige von Aladar RACZ erzählte Episode ist von Frau Yvonne Racz-Barblan in „die musikalischen Blätter von Lausanne“ eingefügt worden, welche im März-April Blatt 1962 erschienen. Kopie ihres Artikels ist freigebig vom Lyoner Cimbalist, Sébastien BANZ übergeben worden. Dieser hat selbst einen Artikel über das Cimbalom in derselben Schweitzer Zeitung, ein halbes Jahrhundert später, geschrieben.

Die Einzelheiten, die in ihrer Reportage die Ehefrau von Aladar RACZ in ihrem Artikel hingefügt hat, zeugen von diesem Geschmack des Komponisten des XX° Jahrhundert, Igor STRAVINSKY, neue Klangfülle zu suchen, Mittel zu finden um Unvermutetes der Instrumenten auszunützen.

Immer im selben Artikel der Zeitschrift ' ' die musikalischen Blätter von Lausanne '' befasst Frau Yvonne RACZ – BARBLAN lebhaft die Aktion mit Igor STRAVINSKY. Sie berichtet daß, wenn Igor STRAVINSKY und Aladar RACZ sich beim alten Zigeuner befanden, welchen dem Komponist sein Instrument verkaufte, STRAVINSKY sofort neue Töne auf dem Instrument suchte, indem es die Seiten außer den Stützen schlug. Der Verkäufer überstürzte sich, nahm ihm die Hämmern von den Händen, indem er die gute Art erklärte. Der arme Mann konnte nicht ahnen dass STRAVINSKY gerade ungewohnte Töne zu produzieren suchte.

Guy BARBLAN, der Neffe durch Allianz von Aladar RACZ, hat in einem Brief von STRAVINSKY an RACZ geschickten, die an RACZ, Gründer des Registers des Cimbalom des XX. Jahrhundert, dieser kurze Auszug aufgerichtet: "... Dieses wunderbare Instrument sowie Ihr bewundernswertes Spiel haben mir die Idee gegeben, für Cimbalom mehr oder weniger wichtige Stücke zu schreiben... »

Rencontre RACZ - KODALY

Der Cimbalist Aladar RACZ hat die ersten Aufführungen von "Hary Janos" von Zoltan KODALY gespielt. Man kann in dem Artikel von Frank Martin, der in Schweitzer „Tribüne von Genf“ "Tribüne von Genf" vom 24. Dezember 1929 erschien, lesen was folgt:

« Fügen Sie hinzu, daß ein guter Teil des Erfolges dieses Werkes, das von den Rhythmen und Tonklangfülle des Cimbalom belebt war, Herrn Aladar RACZ geschuldet war. Er hat die Partitur als großen Künstler und wahren Ungar, der sich nicht an den Noten befestigt, gespielt. Er hat mit einer betäubenden Virtuosität und einem wunderbaren musikalischen Sinn der Verzierungen, der Rhythmen und der Kadenzen improvisiert, dessen schriftlicher Teil nur das Schema darstellte. Und man dachte, indem man Ihn hörte an das, was von Frische und von Leben die Musik der Meister des XVII. Jahrhunderts, die mit einer ähnlichen Freiheit und selben Sicherheit in Improvisationen gespielt wurde. »

In der Gazette von Lausannevom 6. November 1930 schrieb Charles KOELLA, immer in Verbindung mit dem Spiel von Aladar RACZ in "Hary Janos" von Zoltan KODALY:

« ... Hier interveniert der Held des Abends. Bei seinem Aufkommen wird Aladar RACZ durch einen Beifallsturm empfangen. So ehrt die Öffentlichkeit diesen außergewöhnlichen Künstler, nicht nur den Virtuosen mit phänomenalsten Beherrschung, sondern den leutseligen, liebevollen, großzügigen Menschen, den einfachen, bescheidenen Menschen... »

Die zwei obigen Artikel sind auch von Frau Yvonne Racz-Barblan die Ehefrau des bekannten Cimbalisten in der musikalischen Zeitschrift von der französischen Schweiz erwähnt worden : Sie erschienen in 1962 in den "musikalischen Blätter von Lausanne". Diese Schweizer Zeitschrift französischen Ausdrucks gibt sich völlig an die klassischen Musik und die Musikwissenschaft. Der Artikel ist von dem Cimbalist Sébastien BANZ an Cyril Dupuy mitgeteilt worden.