Das ungarische Volk, aus Zentral Asien Einheimisch, ist hauptsächlich aus kirgisischen, mongolischen, türkischen Völkerstämmen gebildet, welche ins gesamt als Tartaren bezeichnet wurden. Eine lange Zeit reisten sie durch Gegenden; die man Heute Ukraine und Moldau nennt. Nachdem überquerten sie die Karpaten um sich in Donau und Tisza Region niederlassen. Wir verfügen nur über seltene Zeugenaussagen eines musikalischen Lebens in historischen oder literarischen Erzählungen. Doch ein Schriftstück aus der Zeit des Königs Béla II (1131-1141), bezeugt daß: « beim Eingang der sieben Häuptlinge in Attilas Stadt, o- Buda, gaben sie dort ein Fest, wo man die zarten Töne der Zithern und Schalmaien hörte »
Die Geschichte der ungarischen Musik spiegelt die politischen Umwälzungen, die nach und nach das Land unter östlichem und westlichem Einfluss setzten. Es würde scheinen, daß der österreichische Joch mühsamer zu tragen war als der türkische, da sich, in 1514, das ungarische Bauernvolk so sehr weigerte mit einem Kreuzzug gegen die Muselmanen wegzugehen, dass es zu einer starken Volkshebung kam. In einigen kurzen Zeilen kann man die schwierige Pilgerung eines Volkes nicht zusammenfassen. Wir bitten um Entschuldigung, daß hier einige Jahrhunderte mit einigen Wörtern überflogen werden. Jene, die wünschen, mehr davon zu wissen, können den Website von ungarischen Außenministeriums befragen
Schon in 1830, in seinem Roman „Mire megvenülünk“ (die Zeit, wo man älter wird), beschreibt der große ungarische Schriftsteller Jokai MOR das Cimbalom als das ungarische Klavier! Der Pianist, Dirigent und großer ungarischer Komponist Ferenc HERKEL (1810-1893), hat, in seiner Kunst, das Cimbalom zugunsten des ungarischen nationalen Kampfes erwählt. HERKEL steigt von einer Familie herab, die von Generation zu Generation in der damals ungarischen Stadt Pozsony gelebt hat. Momentan ist diese Stadt Bratislava genannt und Hauptstadt der Slowakei geworden. Ferenc HERKEL hat einen Kontrastvolle, sehr dramatische Musik geschrieben. Sie übergeht eine breite musikalische Palette von den zartesten zu den gewalttätigsten Klangfüllen. Er hat den üblichen Einfluß der italienischen Komponisten auf die Seite gemacht und hat es geschafft die rein ungarische Oper zu gründen. In drei seiner Opern hat er das Cimbalom eingeschlossen. Er hat in einem ganz ungarischen Stil geschrieben, und dies gab ihm seinen unermeßlichen Erfolg in seinem Land. Er ist auch der Autor der ungarischen Nationalhymne nach einem Gedicht von Ferenc KÖLCSEY (1790-1838). Ferenc HERKEL stellte seinen Bruder Sandor HERKEL, Cimbalist, zum Beitrag in seinen Werken, die nur ein Ziel hatten: den Patriotismus der Ungarn zu wecken.
Auf einem Konzertprogramm von 1906, das zum fünfzigsten Geburtstag der Fabrik SCHUNDA veröffentlicht wurde, kann man lesen: drei hundert vierzig Schüler studieren das Cimbalom am Hoberer Konservatorium. Diese beeindruckende Zahl zeigt welchen Aufschwung das Cimbalom im Laufe des XIX. Jahrhundert genommen hat. Zu diesem Zeitpunkt der Geschichte des Instrumentes gab es schon mehr als 9000 Cimbalom Instrumente in Ungarn und folglich wenigstens genau soviel Cimbalisten!
Jozsef Venczel SCHUNDA (1845 Dubec in der Tschechoslowakei - 1923 Budapest in Ungarn), der Verfasser des heutigen Cimbalom, hat an mehreren Weltausstellungen in Paris mit dem Cimbalom teilgenommen. Er hat dort sein Cimbalom zum ersten Mal in 1878 vorgestellt, aber auch in 1897 und 1900 und hat jedes Mal einen Preis erhalten. In 1873 und in 1882 hat er sein Cimbalom in Wien vorgeführt. In 1899, in Sankt Petersburg. Diese Ausstellungen haben die Cimbalisten dieser Zeit bekannt gemacht und erlaubt dass die Musikliebhabern und die Komponisten das Instrument mit Verwunderung entdecken.
« Cigani banda" Zigeuner Orchester aus dem XVIII. Jahrhundert (Museum von Budapest) »
Zu Beginn des XX° Jahrhundert zogen die jungen Mädchen und junge Frauen aus Ungarn das Cimbalom dem Klavier vor, nicht nur, weil seine Kosten viel zugänglicher waren, aber auch, um mit diesem Instrument, das auf dem ungarischen Boden hergestellt wurde, ihre Hingabe für das ungarische Vaterland, noch unter Beherrschung der österreichischen Monarchie, zu markieren. In den Salons, während die Männer diskutierten, interpretierten sie ein breites Repertoire von Oper Arrangement und andere klassische oder romantische Werke.
Da sie besonders gute Cimbalom von SCHUNDA und seinen Nachfolgern zu Verfügung hatten, haben immer mehr Ungarnsche Musiker die Lehre und die Praxis des Cimbalom, das national Instrument, intensiviert. Am Anfang unmerklich, folgend immer mehr deutlich, haben sich in Ungarn, wichtigstem Land für die Entwicklung des Cimbalom, zwei Parteien gebildet: Die Schüler, die den Methoden von ALLAGA Géza treu sind, und die Anhänger von RACZ Aladar, der "revolutionäre" Zigeuner Cimbalist:
Wie gesagt, die Ersten sind dem Unterricht von ALLAGA Géza mit Leidenschaft treu. Die bekannteste Schülerin von ALLAGA war Ylonka FODOR. Sie lehrte nach ALLAGA Methoden Ida TARJANI TOTH an. Ida TATJANI TOTH tat dasselbe mit Victoria HERENCSAR und Agnès SZAKALY, welche mit vielen Anderen bei ihr Cimbalom Studium folgten. Die beiden haben nun ihre Schüler und Verteidiger, welche genau den Repertoire ihrer Vorgänger spielen: Arrangement von klassische Werke und folkloristische Musik. Jedoch spielen sie ebenfalls BARTOK, KODALY und neuere Komponisten, die eher populären und traditioneller Musik erwähnen.
Die zweite Partei zählt die Schüler von Aladar RACZ, von denen die berühmtesten Josef SZALAY, Zoth ELEK und Ferenc GERENCSER sind. Diese unterrichteten Ilona SZEVEREUJI, Gyongyi FARKAS, Marta FABIAN und so weiter, alle stolz auf die Racz Methode. Sie spielen noch jetzt, eher Werken von den Komponisten, die wie Igor STRAVINSKY dem Cimbalom dieselbe Stelle geben als eine Klarinette, eine Geige oder egal welches andere Instrument das zu einem philharmonischen Orchester gehört.
Leider werden Hier nur einige der bekanntesten Cimbalisten, aus jeder dieser zwei Tendenzen stammend, zitier. Die ungarischen Cimbalisten einschließen, natürlich, auch jene die nicht Hier erwähnt werden. Jeder von Ihnen verdient Interessen und Bewunderung. In Ungarn gibt es große Musiker! Alle machen das Cimbalom mögen. Die Leidenschaften, die die ungarischen Cimbalisten von der Allaga Partei, und jene des Racz Partei, zeugen von ihrem großen Festhalten am Besten für das Cimbalom. Tief verliebt in ihr Instrument und voll Schwung verteidigen sie ihre traditionellen Techniken und folkloristische Stücke oder erobern neue Welten für das Cimbalom.
Die Absicht besteht nicht darin, eine Analyse dieser zwei sehr deutlich getrennten Schulen zu entwickeln. Wenn auch dieser Krieg noch in diesem XXI. Jahrhundert durch die Hämmer der Racz Methode der einen und die traditionellen Hämmer der anderen weiter dauert, erschöpft sich Allerdings, nach und nach, die Mauer, die die zwei Parteien trennt. Die Praxis eines zeitgenössischen Repertoires von den einen sowie den anderen und die Ankunft neuen gänzlichen ausländischen Komponisten welche die Normen ihrer ungarischen Vorgänger nicht kennen, bringen neue Luft.
Es kommt auch nicht in Frage, hier auf eine Polemik ungarische und Zigeuner Musik einzugehen. In seiner Zeit hat Bela BARTOK, mit großer Leidenschaft, unbedingt gewollt Maurice RAVEL zu überzeugen, daß er den reinen ungarischen Wohlklang nicht mit dem von Zigeunern gespielten Melodien angleichen durfte. Aber RAVEL, ohne ungarischen nationalistischen Geist und unter dem Zigeunermusikercharme, war nicht fähig, die tiefen Analysen von BARTOK zu erfassen. Also wenn ein so ernsthafter und kultivierter Musiker wie Maurice RAVEL das Sortieren zwischen dies und jenes nicht lösen konnte, muss man sich nicht staunen dass dieser Website auch nicht fähig dazu ist.
Das älteste Dokument in der Geschichte der ungarischen Musik, die die Rolle von Zigeuner Musikern in Ungarn erwähnt, ist von 1489 datiert. Durch diesen Text erfahren wir, daß wann Beatrice von Aragon den König von Ungarn Mathias Corvin heiratete, dieser an seinem Dienst eine große Zahl Zigeunermusikern hatte, darunter Cimbalom Spieler. Man kann annehmen, daß bei ihrer Ankunft im Land die Zigeunermusiker einen starken Eindruck machten. Ab dem XV. Jahrhundert bestätigen Texte, daß Zigeuner hier und dort verpflichtet waren, genauso bei den türkischen Paschas als bei den ungarischen Gutsherren, die sich etwa zweieinhalb Jahrhunderte dauernd bekämpft haben, zu musizieren. Diese Zigeunermusiker mußten ihre Meister nicht nur mit Ihrem Spiel unterhalten und Ihren Festen Glanz geben, sondern die Zigeunermusiker mussten sie auch auf den Schlachtfeldern begleiten, um da den Kämpfer, mit Ihrer Musik, Mut geben.
Man hat die Spur von Zigeuner Cimbalisten behalten, die während der Periode der Herrschaft des Königs Endre der II. bis zur Herrschaft des Königs Ladislav der IV., gespielt haben. Es wird auch ein bestimmter Imre erwähnt, Zigeuner, Cimbalom Spieler in der Mitte des XVI. Jahrhundert. Man weiß ebenfalls die Tatsache, daß Mihaly APAFFY an seinem Hof in Transsylvanien, gegen 1672, zahlreicher Zigeunermusiker unterhielte, darunter mehrere Zigeuner Cimbalisten. An seinem Dienst Zigeuner Musiker zu haben war ein Gebrauch. Dieser hat sich bis zum Wiener Hof ausgedehnt. Man weiß, daß Marie- Therese, Kaiserin von Ungarn und von Böhmen, so sehr Ihren Cimbalom Spieler Simon BANYAK ehrte, daß sie ihm ein Instrument von Kristall anbot und, in 1770, ein Dekret veröffentlichte, das es den Zigeunern nun erlaubt war, an Hochzeiten und Zeremonien des Volkes, zu spielen. Bis dort war es nur den Österreichern und Deutschen erlaubt.
MAber lassen wir das Gedächtnis der verabscheuten österreichischen Besatzung, und kommen wir nach Ungarn zurück mit der legendären Zigeunerin und Musikerin Panna CZINKA (1711-1792), Enkelkind von Mihali BARNA und Wunderkind seit dem Alter von sieben Jahren an. Sie durchquerte triumphierend das Land mit ihrer Geige genau sowie mit ihrem Cimbalom. Sie wurde so in Ungarn gemocht, daß an ihrem Tod ihr Gedächtnis in Ungarisch und in Latein gesungen wurde. Sei es für die so genannte « Tafel Musik »(ungarische Definition der in Lokalen gespielten Musik) oder für die Hoffball Musik oder noch für die Musik der offiziellen Zeremonien, überall, forderte man die Zigeunermusiker. Als er bei Prinzen ESZTERHAZI war, nahm HAYDN Zigeuner in seinen Ensemble: vier Schalmei Spieler, ein Lautenspieler, ein Oboist, ein Gambespieler und ein Cimbalom Spieler!!!
Die Ungarn können legitim stolz sein. Die klassischen Komponisten, von denen viele in Ungarn einige Zeit lebten, haben sich stark vom dem « ungarischer Zigeuner Stil » leiten gelassen. In ihren Werken findet man manche « zingaricum », « ägypterinnen », « alla ungharese », alla zingarese », « alla turca »… Andererseits, die Csardas, dieser Gasthoftanz (Gasthof nennt sich « tcharda » auf Ungarisch), von den « ungarischen Zigeunern » gespielt, ist Weltbekannt. Der Zigeuner Pista DANKO (1858-1903), welcher an der Tochter eines ungarischen Schlossherr verheiratet war, gab Ungarn seine mythische Musik: Jene sentimentale Erfolgs Operetten, welche Heute das ungarische Fernsehen täglich in seinen Sendungen gibt. Alle Werke von Pista DANKO loben Ungarn mit großem Talent.
Der überragende Erfolg der Zigeuner Musiker am Kaiserhof von Wien und die Tatsache ihrer schnellen Aufnahmefähigkeit der germanischen Musik (Walzer und andere), hat wahrscheinlich die Ungarn, die Österreich verabscheuen, beleidigt. Es ist offensichtlich sehr widersprechend für glühende ungarische Nationalisten, zu hören, daß im Ausland dieses Repertoire als « ungarische Musik » qualifiziert wird. Die Zigeuner selbst haben diese Empfindlichkeit nicht. Von Generationen in Generationen spielen sie Musik, sicherlich jauchzend, aber auch um ihr Brot zu gewinnen. Instinktiv spielen sie was das Herz und wenn möglich das Stipendium des Kunden treffen wird. Ihr « Handwerk » steht darauf dem Zuhörer mit meist möglichem Talent, zu geben was er von ihnen erwartet. Die Musik, die zu ihren eigenen Erregungen und Bräuchen paßt, reservieren sie zu den Zeitpunkten, wo sie sich untereinander wieder finden, außerhalb der beruflichen Aufführungen.
Mit viel Angemessenheit hat Ferenc LISZT in seinen Schriftstücken hervorgehoben, dass: « wenn die Musik « ungarischer Zigeuner » zu einem solchen Grad der Vollendung gelangt hat, ist es sicherlich einerseits wegen dem ganz außergewöhnlichen Talentes von den Zigeuner, aber auch anderseits wegen dem besonderen Abhören ihrer Musik, der Ungarn! » LISZT schrieb auch: » Die Zigeuner kommen von Osten. Die Ungarn auch. Dadurch sind die Ungarn besser geeignet, als jeder, ihre musikalischen Verzauberungen zu schätzen. Die Ungarn haben ein Seelenbündnis mit den Zigeunermusikern um gemeinsam einer Art musikalischer Kult zu erleben. Nur die Ungarn können mit genügende Scharfsinn und Feinheit eine solche Andacht erfassen. » Jedenfalls, das Land Ungarn kann stolz sein auf seine Musikern, seine Cimbalom Spieler, von Gestern Heute und Morgen, ob sie von Zigeunerursprung sind oder nicht.
Cyril Dupuy in Budapest mit den Lakatos.